Pressespiegel

Kinderbetreuung in Reutlingen vom 22.09.2014

Kinderbetreuung in Reutlingen - sozial und gerecht gestalten

Die Kinderbetreuung in Reutlingen soll gerechter gestaltet werden, fordern die SPD- Gemeinderatsmitglieder nach Gesprächen mit dem GERK und weiteren Akteuren in gleich zwei Anträgen.

Ab dem kommenden Kindergartenjahr soll, so der Antrag der SPD-Fraktion, jedes dritte Kind und alle weiteren Kinder einer Familie gebührenfrei die Kindertagesstätte und den Kindergarten besuchen können.  „Wir können uns nicht ständig über die sinkende Geburtenzahlen in unserem Land beschweren und dann junge, kinderreiche Familien mit den Kosten alleine lassen“ so Sebastian Weigle.

Ein weiterer Punkt, der vor allem in der Diskussion um die Teilschließung der Kindertagesstätte Dirnäckerweg in Ohmenhausen für Unmut sorgte, sind die Gebühren die die Eltern auch bei längerfristig geschlossener Einrichtung bezahlen müssen. „Wir fordern, dass hier wenigstens die Kosten der Essensversorgung den Eltern zurückerstattet werden“, macht Stadträtin Silke Bayer deutlich, „denn die Familien müssten ja trotzdem die Kinder daheim versorgen und zusätzlich betreuen“.  Diese Kosten doppelt zu schultern ist schon „ein ganz schöner Brocken und oftmals kaum machbar“.

Grundsätzlich fordert die SPD-Fraktion in der Stadt eine Diskussion über die familienfreundliche Kommune. Auch wenn Reutlingen wichtige Schritte gemacht habe, seien „Veränderungen am bisherigen Gebührenmodell notwendig“ so Stadtrat Uli Lukaszewitz. Aus diesem Grund hat die SPD-Fraktion vier Modelle benannt, die in einem ersten Schritt geprüft und  gegeneinander abgewägt werden sollen. „Wir wollen dabei alle Fraktionen im Boot haben“, so Stadträtin Silke Bayer. „Nur miteinander können wir einen guten Konsens entwickeln“.

Verkehrsberuhigung Reutlinger Oststadt

„Versprechen gegenüber den Bürgern einlösen“

Wer morgens über die Lederstraße oder die Konrad-Adenauer-Straße fährt, weiß um das Problem. In der Oststadt kämpfen wir noch immer mit einem erheblichen Verkehrschaos, das laut Prognosen mit der Fertigstellung des Scheibengipfeltunnels 2016 zwar besser werden soll, aber: „Das sind ja noch 2 Jahre und so lange können wir nicht mehr warten“, so der Fraktionsvorsitzende Helmut Treutlein.

Die Mitglieder der SPD-Fraktion Reutlingen haben bereits im Mai einen Antrag zur Verkehrsberuhigung Oststadt an die Stadtverwaltung gestellt, in dem um einen Sachstandsbericht gebeten wird. „Wir haben unseren Bürgern ein Versprechen gegeben und fordern die Stadt nun erneut auf, dies auch einzuhalten“, so Stiedl, denn „Transparenz ist heutzutage das A und O“, erläutert sie weiter. Wie ein entsprechender Zeitplan aussieht und bis zu welchem Zeitpunkt dieser umsetzbar ist, möchten die SPD Fraktionsmitglieder, von der Stadt, wissen.

Diese Debatte darf aber nicht nur unter Verkehrsgesichtspunkten betrachtet werden. „Das Ganze ist auch eine Frage der Sicherheit“, so Schempp, vor allem da am kommenden Montag die Schule wieder beginnt und somit etliche Kinder zu den Hauptstoßzeiten entlang der Straßen unterwegs sein werden.

Desweitern fordert die SPD - Fraktion die Stadtverwaltung auf, dieses Problem in der Haushaltsdebatte aufzugreifen und entsprechende Gelder dafür zur Verfügung zu stellen.

Die Baumaßnahmen müssen vor der Fertigstellung des Scheibengipfeltunnels bereitgestellt und realisiert worden sein, um die versprochenen verkehrlichen Auswirkungen erzielen zu können. (rn)

SPD setzt Impulse in der Bildungspolitik

Reutlinger Nachrichten vom 08.08.2011 Autor: PETERU. BUSSMANN | 08.08.2011 SPD setzt Impulse in der Bildungspolitik Anfragen sollen schulische Konzepte fördern Reutlingen. Den Wandel in der Bildungslandschaft im Sinne der Landesregierung vorantreiben will die SPD-Gemeinderatsratsfraktion vor Ort mit zwei Anfragen. "Bildung braucht Vertrauen und Perspektive", betont Helmut Treutlein, Förderschulrektor und Vorsitzender der SPD-Fraktion im Reutlinger Gemeinderats. Vertrauen und Perspektive, das habe die alte Landesregierung mit ihrer Bildungspolitik "von oben" nicht vermittelt, sagen die Sozialdemokraten. Hauptschüler haben keine Perspektive, deshalb seien der Hauptschule "die Schüler davongelaufen". Mit der grün-roten Regierung soll nun alles anders werden. Statt von oben verordneter Bildungspolitik heißt es im Koalitionsvertrag: "Gute Schule wächst von unten. Viele Kommunen haben bereits Anträge auf die Genehmigung von neuen Modellschulen, die Kinder länger gemeinsam lernen lassen und besser individuell fördern, gestellt oder beabsichtigen dies zu tun. Wir setzen auf die Innovationskraft der Schulentwicklung von unten. Das Engagement der Bürgerinnen und Bürger, Schulträger, Kollegien, Schülerinnen und Schüler und weiteren Akteure vor Ort genießt unsere Wertschätzung. Wir werden Anträge für solche Schulmodelle genehmigen, wenn tragfähige und pädagogisch anspruchsvolle Konzepte vorliegen. Wir werden die Kommunen dabei unterstützen, diese Konzepte umzusetzen." Hier will die Reutlinger SPD voranmarschieren, "wir wollen den Koalitionsvertrag mit Leben füllen bei der Beteiligung", "wollen Impulse setzen bei der Bildungspolitik". Für die Gestaltung von unten nach oben "brauchen wir die Familien, Eltern, Initiativen vor Ort", sagt Gemeinderat Sebastian Weigle. Der Wandel von der Dreigliedrigkeit zu mehr gemeinsamem Lernen in Gemeinschaftsschulen sei bundesweit Trend, hier müssten lokale Begründungen und Konzepte herausgearbeitet werden. Dazu dient die SPD-Anfrage an die Stadtverwaltung, an welchen Schulen solche Konzepte im Gespräch sind. "Wir wollen in einer Art Erhebung die Aktivitäten zusammentragen", sagt Gemeinderat Thomas Keck. Angefragt wird auch, wie weit die Schulen in ihre konzeptionellen Überlegungen die Gemeinderatsgremien einbeziehen wollen. Solche Ansätze möchten die SPD- Gemeinderäte "als Mittler nach oben tragen und bündeln". Wichtig sei, "nicht bestehende gute Schulen abzuschaffen, sondern eine Weiterentwicklung anzustoßen".

Hier dreht sich alles um den Verkehr

Südwestpresse vom 11. November 2013

Hier dreht sich alles um den Verkehr

Die SPD-Gemeinderatsfraktion war zu einem Vor-Ort-Termin in den Reutlinger Stadtteil gekommen, um die „Sondelfinger Verkehrslenkungsmaßnahmen zu begleiten“ , wie Helmut Treutlein anmerkte.

12 000 Fahrzeuge passieren derzeit täglich den Stadtteil, nach der Fertigstellung des Scheibengipfeltunnels werden es laut Bezirksbürgermeister Werner Schenk 1600 bis 1800 Fahrzeuge mehr sein. Wie können die von Lärm geschädigten Sondelfinger vor dieser Zunahme an Lastwagen und Autos geschützt werden?

In Workshops haben Experten der Stadtverwaltung, Ingenieurbüros, Vertreter der Bezirksgemeinde und Bürger ein Vorhabenbündel entwickelt. Dieses soll helfen, die Fahrt durch Sondelfingen „langsamer und damit weniger attraktiv zu machen“, wie der Vorsitzende der SPD-Gemeinderatsfraktion, Helmut Treutlein, sagte.

Ein erster Schritt ist getan – auf einem Stück der Ortsdurchfahrt gilt Tempo 30. Das Ziel besteht darin, den Verkehr – und insbesondere die Lastwagen – über den Maienwaldknoten in Richtung B 312 abfließen zu lassen. So ist beispielsweise vorgesehen, nach dem Nordportal des Tunnels eine Rechtsabbiegerspur einzurichten. Kern der Überlegungen sind jedoch zwei Kreisel am Nordeingang von Sondelfingen und auf Höhe des Gewerbegebiets „Auf Wies“. Beim Gewerbegebiet sehen die Planungen eine eher langgezogene, elliptische Version geben. Hier soll der Verkehr über die Roanner Straße auf die B 312 geführt werden. Wie es am nördlichen Ortseingang aussieht, ist derzeit noch offen. Der Bezirksbürgermeister plädiert dafür, erst dann eine Entscheidung zu treffen, wenn die konkreten Planungen des Ingenieursbüros vorliegen. Ein Kreisel würde rund 350 000 Euro kosten, die langgezogene Variante wäre rund 70 000 Euro teurer. Insgesamt stehen rund 1,2 Millionen Euro für sieben Vorhaben bereit. „Wir müssen mit den Mitteln auskommen“, sagt Schenk.

Nach derzeitiger Planung sollen die Arbeiten bis Ende 2014 vergeben werden, sodass dann 2015 und 2016 gebaut werden könnte. Damit wären die Arbeiten rechtzeitig vor Öffnung des Scheibengipfeltunnels abgeschlossen.