Freude und Leid liegen im Ringelbach eng beieinander! Das musste die SPD-Fraktion beim Ortstermin mit Bewohnerinnen und Bewohnern in der Mozartstraße ganz konkret erfahren. „Jenseits der Ringelbachstraße wird der Parkraum geordnet und die Anwohner haben einen Bewohnerparkausweis. Und hier bei uns ist seitdem das Parkchaos, der Suchverkehr und die Bewohner finden keinen Parkraum!“ beschwerten sich die Bewohner, mit denen sich Mert Akkeceli, Edeltraut Stiedl und Helmut Treutlein trafen. Das Quartier mit seinen Gärten bietet hohe Lebensqualität, wenn da nicht der tägliche Parksuchverkehr wäre. „Es braucht Ordnung und vor allem Gleichbehandlung!“ stellte Mert Akkeceli fest. Deshalb beantragt die SPD-Fraktion im Gemeinderat die Weiterführung der Parkraumbewirtschaftung. „Die Grenze muss verschwinden!“ fordert Edeltraut Stiedl. „Wir brauchen einfache und rasch umsetzbare Lösungen!“ fordert Helmut Treutlein. „Es kann nicht sein, dass lange Planungs- und Aufbauzeiten nötig sind, bis eine perfekte Planung fertig wird. Dafür fehlt das Personal und das ist zu bürokratisch!“ Beispiele bei der Einführung zeigen auch, dass selbst bei perfekter Planungszeit in der Praxis dann Nachbesserungen notwendig werden. Um den Ringelbach voran zu bringen, hat die SPD-Fraktion jetzt im Gemeinderat einen Antrag eingebracht.
Antrag
Flächendeckende Parkraumbewirtschaftung im Ringelbachgebiet
Die SPD-Fraktion beantragt
im Ringelbachgebiet wird eine flächendeckende Parkraumbewirtschaftung eingerichtet.
Begründung:
Die bisherigen Maßnahmen zur Parkraumbewirtschaftung in Teilbereichen des Gebiets haben bereits spürbare Verbesserungen erzielt. Sie führten zu einer deutlichen Verkehrsberuhigung und reduzierten den Parksuchverkehr erheblich. Gleichzeitig wurde ein wichtiger Beitrag zur Mobilitätswende geleistet, indem das Parken im öffentlichen Raum besser geregelt und Anreize für öffentliche Verkehrsmittel geschaffen wurden.
In den bislang nicht in die Parkraumbewirtschaftung einbezogenen Straßenzügen ist jedoch ein deutlich erhöhtes Aufkommen an Parksuchverkehr zu beobachten. Vor allem an den Grenzen des bewirtschafteten Bereichs treten Probleme auf. Täglich suchen Autofahrerinnen und Autofahrer in diesen Straßen meist vergeblich nach freien Parkplätzen und die Anwohnerinnen und Anwohner finden oft keinen Parkplatz in ihrer Umgebung und müssen den Parksuchverkehr ertragen. Auch für Fußgänger und Radfahrer hat sich dort die Situation verschlechtert.
Eine flächendeckende Parkraumbewirtschaftung ist daher folgerichtig und notwendig. Sie sorgt für eine gleichmäßige und gerechte Regelung des Parkens, entlastet die betroffenen Quartiere nachhaltig und trägt zur Erhöhung der Aufenthalts- und Lebensqualität bei.
Bei der Einrichtung der Parkraumbewirtschaftung wird ein zeit- und ressourcensparendes Konzept verfolgt. Es kann nicht sein, dass wichtige Stadtentwicklungsziele wegen des hohen bürokratischen Aufwands und der Personalnot im Rathaus auf die lange Bank geschoben werden. Andere Städte zeigen, dass einfachere Regelungen mit weniger Markierungen und Schildern möglich sind.